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Können wir weiterhin gut schlafen – und wie geht es weiter mit dem Steuerfuss in Bülach?

  Bülach steht vor grossen finanziellen Herausforderungen.Das starke Bevölkerungswachstum der letzten Jahre erfordert hohe und nachhaltige Investitionen in die städtische Infrastruktur. Das ist nichts Neues – darüber sprechen wir seit Jahren. Vor vier Jahren habe ich gesagt:Ich bin überzeugt, dass es keine Steuererhöhungen braucht, um eine ausgeglichene Rechnung zu präsentieren. Und mit einem Augenzwinkern habe […]

 

Bülach steht vor grossen finanziellen Herausforderungen.
Das starke Bevölkerungswachstum der letzten Jahre erfordert hohe und nachhaltige Investitionen in die städtische Infrastruktur. Das ist nichts Neues – darüber sprechen wir seit Jahren.

Vor vier Jahren habe ich gesagt:
Ich bin überzeugt, dass es keine Steuererhöhungen braucht, um eine ausgeglichene Rechnung zu präsentieren. Und mit einem Augenzwinkern habe ich ergänzt: Wenn ich für die Finanzen verantwortlich bin, können die Bülemerinnen und Bülemer ruhig schlafen.

Was ist seither passiert?

Die Stadt Bülach hat in den letzten Jahren deutlich bessere Jahresabschlüsse erzielt als budgetiert.
Zwischen 2022 und 2024 wurden rund 7 Millionen Franken den finanzpolitischen Reserven zugewiesen.
Die gesamten Ertragsüberschüsse beliefen sich auf 42.3 Millionen Franken, wovon 19.5 Millionen aus einer Neubewertung von Immobilien stammen.

Kurz gesagt: Die Finanzen sind solide.
Die Bülemerinnen und Bülemer konnten tatsächlich gut schlafen.

Weshalb wurde der Steuerfuss trotzdem erhöht?

Der Stadtrat hat sich zum Ziel gesetzt, die laufende Rechnung dauerhaft ausgeglichen zu gestalten – auf Basis des langjährigen Steuerfusses von 92 %.

Gleichzeitig stehen hohe Investitionen an. Diese führen dazu, dass sich die Verschuldung der Stadt voraussichtlich mehr als verdoppeln wird. Um dem entgegenzuwirken, hat der Stadtrat dem Parlament ein Modell vorgeschlagen, bei dem bei steigender Verschuldung eine moderate Steuererhöhung vorgesehen ist.

Konkret:

  • +4 % Steuerfuss → heute 96 %
  • diese Mehreinnahmen fliessen ausschliesslich in die finanzpolitischen Reserven
  • sie dienen nicht zur Finanzierung der laufenden Rechnung

Braucht es weitere Steuererhöhungen?

Solange es gelingt, die laufende Rechnung ausgeglichen zu halten, ist die Stadt finanziell nachhaltig gesund unterwegs.
Abschreibungen stellen sicher, dass Mittel für den späteren Ersatz von Infrastruktur vorhanden sind. Entscheidend ist, nicht über die eigenen Verhältnisse zu leben.

Was sage ich 2026?

Der heutige Steuerfuss ist vernünftig angesetzt.
Er erlaubt:

  • eine ausgeglichene laufende Rechnung
  • jährlich über 4 Millionen Franken zur Reduktion der Verschuldung

Weitere Steuererhöhungen braucht es nicht.
Die Herausforderungen werden jedoch grösser. Umso wichtiger wird es sein, das Notwendige vom Wünschbaren zu unterscheiden – mit Augenmass, Verantwortung und Weitsicht.

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